| | 2. Adventure Race in Jena Mit dem 2. Jenaer Adventure Race startete am 19.09. ein einzigartiges Sportereignis. Mehrere Sportarten waren nacheinander im 2er Team zu bewältigen. Die Navigation musste dabei anhand einer Karte selbst vorgenommen werden. Unser Team „Kenias letzte Reserve“ startete in der Challenger Klasse.
Gegen 9 Uhr starteten die Teams aller Klassen mit einem Zeitversatz von ca. 30 Sekunden an der Lobdeburgklause.

In der Challenger Klasse war zunächst ein Orientierungslauf rund um die Lobdeburg zu absolvieren. 20 Orientierungspunkte mussten möglichst effizient angelaufen und auf einer Karte abgelocht werden. Hier ist es durchaus sinnvoll ein paar Minuten für das Studium der am Start ausgehändigten Karte zu investieren. Wie wir anfangs erfahren mussten, ist nicht immer der kürzeste Weg auch der Beste, man sollte auch auf die Höhenlinien achten um ein unnötiges bergauf- und ab zu vermeiden.

Nach 01:21 h waren alle Punkte abgehakt. Wir waren recht zufrieden. Als nächstes stand Baumklettern auf dem Plan. Dabei ging es darum so schnell wie möglich eine gewisse Höhe zu erklettern. Eine alte Fahrradklingel am Ende der Route diente als Stoppsignal. Die Kletterzeit wurde in eine Zeitgutschrift umgerechnet.


Eine anschließende kurze, aber mit steilem Anstieg versehene, Mountainbikeetappe führte uns zum Jenaer Stadion, wo Bogenschießen und Abseilen vom Flutlichtmast absolviert werden mussten.

Weiter ging es mit dem Mountainbike zur Griesbrücke. Die Fahrräder wurden dort zum weiteren Transport in Empfang genommen und wir stiegen in ein Kanu um. Es ging die Saale flussabwärts zu einer ca. 3km entfernten Boje, die natürlich auf der Karte abgelocht werden musste. Soweit so gut. Problematisch gestaltete sich allerdings die Rückfahrt, da uns die stellenweise doch recht heftige Strömung effektiv am vorwärts kommen hinderte. Nachdem wir aufgrund eines Fahrfehlers fast gekentert waren schaffen wir es dennoch zurück zur Brücke.

Mit Laufschuhen an den Füßen ging es weiter zur Seilbrücke, die wir beim Boot fahren schon einmal passiert hatten. An einem Statikseil hängend musste man sich durch das kühle Saalewasser ans andere Ufer ziehen. Aufgrund des guten Wetters kein Problem – alles trocknete recht schnell.

Die nun anstehende 11 km lange Laufetappe führte uns über den Jenzig zur Kunitzburg. Ab hier ging es weiter nach Golmsdorf, wo wieder die Mountainbikes auf uns warteten. Nachdem wir ordentlich Flüssigkeit getankt und die Wasserreservoirs aufgefüllt hatten, begaben wir uns auf die letzte ca. 30 km lange Strecke.
Noch 30 km. Das sollte recht schnell abgefahren sein - dachten wir uns jedenfalls ... Der erste Anstieg nach Tautenburg ließ jedoch jede Euphorie schwinden. Die gut ausgewählte Strecke und die Natur entschädigten uns jedoch etwas für die Qualen. Nachdem der Checkpoint an der Burgruine abgelocht war, ging es weiter Richtung Poxdorf. Wieder ein Anstieg, hatten wir doch nach Tautenburg eine schöne Abfahrt hinter uns gelassen. Fast zur Verzweiflung brachte uns schließlich der Checkpoint „Am Kalbenberg“, wo wir gut eine halbe Stunde mit Suchen verbrachten. Die Frustgefühle wichen schnell, als der Checkpoint in Sichtweite kam.
Weiter ging es über Bürgel, Lucka und den Flugplatz Schöngleina zurück zur Lobdeburgklause. Um 19:47 Uhr erreichten wir nach über 10 h gerade noch im Hellen das Ziel. Da wir keine zweckmäßige Beleuchtung dabei hatten war das auch gut so. Andere Teams, insbesondere die Master Klasse, erreichten das Ziel weitaus später.

Alles in allem war das 2. Jenaer Adventure Race ein tolles Ereignis. Super Organisation, nette Leute und spannende Herausforderungen brachten uns jede Menge Spaß.
Bis zum nächsten Jahr.
Quelle Fotos: BIKE POINT JENA
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